6 Herausforderungen in der Logistik, die Schüttgut-Unternehmen Kopfschmerzen bereiten

Mai 23, 2019 | Best practice

Die Vereinfachung von Logistikprozessen für Schüttgut-Fracht erfordert eine spezifische Herangehensweise: Lieferungen werden mit verschiedenen Transportverfahren versendet

Schüttgut-Fracht meint Güter in großen Bündeln, in denen wiederum einzelne, kleine Mengen abgepackt sind. Zum Beispiel ein ganzes Schiff voller Getreide, verpackt in großen 500kg Säcken oder eine große Lieferung Kartoffeln, abgepackt in 50kg Säcken, die in einzelnen Behältern gebündelt und dann aufgeladen werden.

Weil das sehr große Mengen umfasst, werden die Güter auf verschiedene Transporte aufgeteilt. Deshalb müssen die Fahrer mehrere Male zum Verladehof fahren und können ihre Ankunft schnell und einfach ankündigen.

 

Herausforderung #1 – Vereinfachen des Registrierungsprozesses für Lkws

Die Lkws registrieren sich täglich, um Güter einzusammeln. Auf vielen Schüttgut-Verladehöfen ist der Registrierungsprozess oft noch manuell. Der Fahrer kommt an, muss sich zuerst mit einer Sendungsnummer registrieren und muss dann normalerweise einen Sicherheitstest durchführen.

Weil der Fahrer normalerweise nicht die lokale Sprache oder Englisch spricht, ist die Kommunikation oft schwierig. Das erzeugt oft auf beiden Seiten Missverständnisse und Frustrationen, und das speziell in gefährlichen Situationen, weil manche die notwendigen Sicherheitsunterweisungen nicht richtig verstanden haben.

Peripass automatisiert und digitalisiert den Zugang und die Kommunikation zwischen dem Logistikempfang und den verschiedenen Strömen am Verladehof. Der Registrierungsprozess findet in der Sprache des Fahrers via Self-Service Kiosk statt und er erhält auch die Sicherheitsunterweisungen in seiner eigenen Muttersprache.

Die Fahrer können sich mit Alfapass oder Cargocard und der Sendungsnummer der Ladung, die sie abholen wollen, registrieren.

Indem Peripass in Echtzeit mit der ERP-Plattform oder dem WMS (Warehouse-Management-System) der Organisation verbunden ist, weiß das System automatisch, ob der Fahrer am Verladehof zugelassen ist oder nicht.

Nach einem automatischen Daten-Check wird der Fahrer von der Software gespeichert, wodurch das operative Personal den Fahrer zum korrekten Standort am Yard schicken kann.

Der Fahrer erhält in der eigenen Muttersprache einen einzigartigen Zugangscode mit weiteren Anweisungen: „Wir sind bereit für Ihren Transport. Ihr persönlicher Zugangscode lautet 3210, nehmen Sie Route C, Bahn 8, Platz 1.“

Herausforderung #2 – Es könnte alles etwas schneller sein

Weil die Lieferung meist größere Mengen an Waren umfasst, schicken Kunden oft mehrere Fahrer mit mehreren Lieferungen. Bedeutet das, dass sich der Fahrer jedes Mal registrieren und einen Sicherheitstest machen muss?

Nein. Für diese Vielflieger haben wir ein fast-lane-Prinzip entworfen. Das bedeutet, dass sie sich nur einmal registrieren müssen. Für die folgenden Transporte können sie beschleunigt registriert werden. Sicherheitstests und -einweisungen können für einen bestimmten Fahrer für einen bestimmten Zeitraum am Verladehof gespeichert werden, sodass ein wiederkehrender Fahrer nicht jedes Mal neu einen Test absolvieren muss.

Die Datenerfassung ist sehr wichtig für die Organisation, genauso wie eine rasche Durchflusszeit. Mit Peripass können spezifische Prozesse eingerichtet werden, sodass auch die gegenwärtige Hardware mitberücksichtigt wird (Schranken, Verkehrsampeln, Kameras etc.). Alle möglichen Bedingungen können in den Prozess integriert werden, zum Beispiel, dass ein Fahrer den Ausgangscode erhält, nachdem der Lkw gewogen wurde.

Herausforderung #3 – Sicherstellen, dass die Aktivitäten am Yard flüssig ablaufen

Je nach Beladung muss das richtige Kran- oder Gabelstaplerfahrzeug zum richtigen Ort gesendet werden. Dank der Peripass-App erhält das operative Personal am Yard automatisch eine Nachricht, welche Lkws am Verladehof eingetroffen sind, welche Lieferung angekommen ist und was vom Yard Operator für diesen Transport erwartet wird.

Wurden die Anforderungen ausgeführt, kann der Mitarbeiter via App angeben, dass die „Lieferung abgeschlossen” wurde, sodass die Abfertigung weiß (genauso wie das ERP-System), dass der Verladeprozess abgeschlossen ist und der Code zum Verlassen des Verladehofes an den Fahrer geschickt werden kann.

Herausforderung #4 – Lieferungen für geankerte Boote

Ein Schiff, das ein paar Tage lang vor Anker geht, nutzt oft die Zeit Betriebsstoffe nachzuladen; Lebensmittel, Wasser, Treibstoff, Elektronik, etc. Die meisten Schüttgut-Unternehmen wollen eine Lieferung via Wassertransport, aber das ist nicht immer möglich. Um zu gewährleisten, dass diese Transporte so sicher wie möglich erfolgen, werden Lieferanten gebeten, am Empfangskiosk über den Transport zu berichten und dort die Sicherheitseinweisungen durchzuführen. Abhängig vom jeweiligen Verladehof, können dann bestimmte Prozesse begonnen werden, indem Begleitfahrzeuge zum Eingang geschickt werden, um den Lieferanten zum Schiff zu begleiten.

 

Herausforderung #5 – Wer haftet für Schäden während des Transportes?

Der Yard Operator ist häufig die erste Person, der Dinge, wie beschädigte Waren oder nicht-konforme Lkws, auffallen. Mit der Yard Operator App ist es einwandfrei möglich, Fotos (diese können auch zu Checklisten angefügt werden) vom Schaden oder vom nicht-konformen Lkw aufzunehmen. Alles wird dann automatisch auf die Datenbank gespeichert und an die jeweiligen Transportdaten angehängt. Keine endlosen Diskussionen mehr darüber, wer für den Schaden aufkommen muss.

Herausforderung #6 – Verschiedene Standorte, mit und ohne Personal

Schüttgut-Aufträge werden oft auf mehrere Verladehöfe aufgeteilt, auch auf solche, die möglicherweise nicht personell besetzt sind. Indem alle Standorte in einer allgemeinen, umfassenden Zugangsplattform konfiguriert werden, können alle Daten zentral verwaltet werden und die Verladehöfe können mit ihren jeweiligen, spezifischen Strömen und Prozessen problemlos aus der Ferne gesteuert werden. Zum Beispiel kann ein automatisierter Zugang auf einem unbemannten Verladehof eingerichtet werden und auch alle weiteren Prozesse (Registrierung, Abfertigung, Wiegung) können automatisiert abgewickelt werden. Dies alles kann zusätzlich mit einer Kamera-Überwachung verbunden werden.

Über Peripass

Peripass ist eine Yard Management Anwendung, die die Empfangs- und Durchfluss-Prozesse und andere Logistik-Ströme am Standort automatisiert und digitalisiert. Mit der Herstellung einer Verbindung mit ERP-Systemen oder anderen verfügbaren Lösungen (TMS, WMS, etc.) kann Peripass die operativen Prozesse und verfügbaren Daten (wie PO- oder Sendungsnummern) miteinander verbinden und somit Ströme identifizieren. Indem alle Ströme mit den spezifischen Prozessen, die wiederum an die bestimmte Hardware (Schranken, Access Control, Drehkreuze, etc.) gekoppelt sind, verbunden werden, ist es Peripass möglich, alle Daten (Registrierungszeit, Gewicht, Abfahrtszeit am Standort, etc.) zu erfassen und diese an das ERP-System zurückzusenden. Somit werden Unternehmensdaten regelmäßig ergänzt und Echtzeit-Einblicke stehen zeitaktuell zur Verfügung.

In dieser Hinsicht wird also nicht nur alleine der Empfang automatisiert, sondern es werden auch die Standortprozesse sicherer und effizienter.

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